Málaga ist eine Stadt zum Zufußgehen. Fast alles, was man sehen möchte – Catedral, Alcazaba, Museen, Markt, Hafen – liegt in einem Quadrat, das man in 15-20 Minuten zu Fuß durchqueren kann. Mit einem gut geplanten Wochenende lassen sich Kultur, gutes Essen und das Meer erleben, ohne sich gehetzt zu fühlen. Hier der Plan, Tag für Tag, mit allem, was man braucht, um keine Zeit in Warteschlangen zu verlieren oder unsicher zu sein, wohin es als Nächstes geht.
Anreise und Fortbewegung
Vom aeropuerto Costa del Sol aus ist der schnellste und günstigste Weg ins Zentrum der Cercanías-Zug (line C-1), der den Flughafen in wenigen Minuten mit der estación María Zambrano und Centro-Alameda verbindet. Von María Zambrano – dem AVE-Bahnhof – ist es nur ein kurzer Fußweg oder eine kurze Metrofahrt bis zur Altstadt. Sobald man im Zentrum ist, sollte man das Auto vergessen: Der monumentale Kern ist Fußgängerzone, und alles liegt nah beieinander.
Tag 1: das historische Herz
Starten Sie auf der Calle Larios, der wichtigsten Fußgängerstraße, die sich zur Plaza de la Constitución hin öffnet. Von dort ist die Catedral nur einen Schritt entfernt, in der Calle Molina Lario 9. Sie wird "La Manquita" genannt, weil ihr der Südturm fehlt, der nie fertiggestellt wurde. Man kann sie mit einem Audioguide besichtigen, und wenn Höhen kein Problem sind, bietet die geführte Dachtour – täglich verfügbar – einen der schönsten Panoramablicke über die Stadt.
Zum Mittagessen ist der Mercado de Atarazanas ein Muss: unglaublich frischer Fisch und Meeresfrüchte an den Tapas-Bars, unter einem historischen Torbogen und einem wunderschönen Buntglasfenster. Heben Sie sich den Rest des Nachmittags auf, um zur Alcazaba und zum Teatro Romano hinaufzugehen, die sich einen Standort am Fuß des monte Gibralfaro teilen.
Die Alcazaba, das Teatro Romano und der Gibralfaro
Das Teatro Romano, am Fuß der Alcazaba, ist meist kostenlos zugänglich und bietet einen guten Auftakt, bevor man hinaufgeht. Die Alcazaba ist eine Palastfestung aus der Nasriden-Zeit mit Gärten, Innenhöfen und Stufenbrunnen; man besichtigt sie im eigenen Tempo, und der Eintritt ist günstig, mit der Möglichkeit eines Kombitickets, wenn man auch zum Castillo de Gibralfaro hinaufgehen möchte. Von der Spitze des Gibralfaro aus hat man den besten Blick auf die Bucht, den Hafen und die Stierkampfarena. Wer im Sommer dorthin geht, sollte früh oder bei Sonnenuntergang hinaufgehen, um der Hitze zu entgehen.
Tag 2: Kunst von Weltrang
Málaga ist Picassos Stadt, und sein Museum beweist es. Das Museo Picasso Málaga befindet sich im Palacio de Buenavista, in der Calle San Agustín 8, mitten in der Altstadt. Der allgemeine Eintritt zur Sammlung kostet 13 €, ermäßigt 11 € (über 65-Jährige, Studierende unter 26 und Inhaber der European Youth Card), freier Eintritt für unter 17-Jährige. Geöffnet täglich: 10:00 bis 19:00 Uhr (März-Juni und September-Oktober), 10:00 bis 20:00 Uhr (Juli-August) und 10:00 bis 18:00 Uhr (November-Februar).
Wenige Meter entfernt befindet sich das Museo Carmen Thyssen in einem Palast aus dem 16. Jahrhundert an der Plaza Carmen Thyssen (Calle Compañía 10) mit einer ausgezeichneten Sammlung spanischer Malerei des 19. Jahrhunderts. Geöffnet Dienstag bis Sonntag, 10:00 bis 20:00 Uhr, montags geschlossen. Der allgemeine Eintritt zur Dauerausstellung kostet 12 € (15 €, wenn man die archäologische Stätte hinzunimmt), ermäßigt 8 €, freier Eintritt für unter 18-Jährige.
Nachmittag am Hafen, Muelle Uno und Strand
Gehen Sie durch den Palmeral de las Sorpresas hinunter zum Meer und folgen Sie dem Hafenspaziergang bis zum Muelle Uno, dem Bereich mit Geschäften, Terrassen und Restaurants am Wasser, mit dem Glaswürfel des Centre Pompidou als Wahrzeichen. Von dort ist die playa de La Malagueta nur einen kurzen Spaziergang entfernt: der typische Stadtstrand schlechthin, ideal, um den Tag mit einem Bad oder einem espeto (gegrillte Sardinenspieße) in einem Chiringuito ausklingen zu lassen.
Tag 3: Tagesausflüge, wenn noch Zeit bleibt
Mit einem dritten Tag kommt man aus der Stadt heraus. Die spektakulärste Option ist der Caminito del Rey, der Steg über der desfiladero de los Gaitanes, in El Chorro, etwas weniger als eine Stunde von Málaga entfernt. Der allgemeine Eintritt kostet 10 € und es handelt sich um eine lineare Einbahnstrecke; man muss das Ticket vorab online buchen, da an der Besucherzentrale keine Tickets mehr verkauft werden und die Kapazität ausverkauft sein kann. Tragen Sie geschlossene Schuhe und bringen Sie Wasser mit.
Eine entspanntere Alternative: Mijas Pueblo, ein klassisches weißes Dorf an der Costa del Sol mit steilen Gassen, Aussichtspunkten und wunderschönem Meerblick. Eine bequeme Halbtagesoption für alle, die ein Dorf einer Bergwanderung vorziehen.
Wo und was man essen sollte
Neben Tapas in Atarazanas und Espetos am Strand sollte man nicht verpassen, pescaíto frito (frittierten Fisch), gambas de la bahía (lokale Garnelen), Málaga-Ajoblanco (eine kalte Knoblauch-Mandel-Suppe) und einen süßen Málaga-Wein in einer der jahrhundertealten Bodegas im Zentrum zu probieren. Muelle Uno bietet mehr Restaurants mit Tischservice, während die Straßen der Altstadt urige Bars haben, in denen man gut und günstig essen kann.
